Donnerstag, 28. Mai 2015

Ashford Inkle Loom

Heute kam das große gelbe Auto. Die Flinke war sehr flink. Und das ist draus geworden:


Das war ein viel kleinerer Karton als ich dachte:

Die Holzteile habe ich mit dem Lack von Conny bemalt.

Bevor ich die Teile zusammensetzen konnte, mussten die Löcher, die durch die Lacknasen verkleinert wurden, wieder mit einem Dremel erweitert werden.





In jedes Loch habe ich einen Kleks Holzleim gegeben, bevor ich das Rundholz in das Loch gehämmert habe. Angefangen habe ich mit dem längsten oberen Querholm in die senkrechten Säulen. Diese dann in das untere Längsbrett. 

Damit die Schrauben besser ins Holz gleiten, sollte Kerzenwachs oder Seife verwendet werden. Ich habe einfach Spinnradöl auf das Gewinde geträufelt.



Um die Rundhölzer mit dem Hammer nicht zu beschädigen, habe ich beim Hämmern ein Holzlineal dazwischen gelegt.


Wenn man mit dem Aufziehen der Kette beginnt, kann man den Anfangsfaden vorne hinter die Unterlegscheibe klemmen oder um das Schraubengewinde knoten oder wickeln.


Nun kommen die Füße. Damit es besser hält, habe ich noch einen Leimkleks hinzugefügt.


Den überstehenden Leim kann man mit einem Wattestäbchen wegwischen. Unter die Fußbrettchen habe ich noch Filz geklebt.


Die Schraube, die den Spannungsklotz hält, hat direkt unter dem Schraubenkopf einen Bereich mit einem quadratischen Querschnitt. Den habe ich mit Lineal und Hammer bis zum Anschlag in den Klotz geschlagen.

Nun ist alles fertig!?

Nein. Da fehlt noch eine Tasche dran für das Schiffchen und die Bedienungsanleitung ...



Dienstag, 26. Mai 2015

Die Lilie von Arlon

Nach dem Besuch auf dem Flachsmarkt musste ich die Herausforderung annehmen und mich das erste Mal in Köpertechnik ausprobieren. Das Muster findet ihr hier.

Da mein selbstgebauter Webrahmen noch mit einer anderen Kette belegt ist, habe ich zwei Einhandhebelzwingen zu Hilfe genommen und am Tisch und an der Fensterbank befestigt.


Im Endloseinzug habe ich eine Kette für 25 Musterkarten und jeweils 4 als Rand, also 33 Karten geschärt. Dumm nur, dass ich das eine Knäuel nicht vorher kontrolliert hatte, dauernd war der Faden zuende und ich musste an der Zwinge anknoten. Am hinteren Ende der Kette habe ich etliche Knoten eingefügt, damit keine Fäden unter Zug verrutschen können. Nun habe ich die Karten in die richtige Stellung und Drehrichtung gebracht.


Damit nicht alles durcheinander fallen kann, habe ich zwei Eßstäbchen als Gelesestäbe eingefügt und mit Haargummis fixiert. Die Karten sind extra mit einer Maschennadel gesichert.


Alles zusammen wird langsam ans vordere Ende der Kette geschoben.

Das Schiffchen habe ich mit lila Baumwolle als Schussfaden umwickelt. Zum Anschlagen verwende ich ein flaches Gewicht von einem Streifenrolo. Die Vorlage lässt sich gut mit Magnetbändern auf einer Metallplatte befestigen. Zusätzlich habe ich jede gewebte Reihe auf einem Zettel notiert.

Zur besseren Orientierung trennte ich die Rand- von den Musterbrettchen. Den Rand (weiter weg von mir) drehte ich als Erstes. Im ersten Muster immer in eine Richtung und im zweiten Muster immer in die Gegenrichtung. So löst sich die Verdrehung wieder auf.

Zur Kontrolle, ob ich alles richtig gemacht hatte, habe ich die ersten Rapporte nicht mit Schussfaden, sondern mit Stricknadeln und Spießen gewebt. Und auch einen Fehler entdeckt. Kein Problem, einfach die Nadeln ziehen und alle Brettchen noch mal genau anschauen.

Vor und nach dem eigentlichen Muster habe ich die Reihen von 1 bis 4 noch dreimal zusätzlich gewebt. Irgendwie war ich skeptisch, da ich gelesen hatte, man würde die Farbe des Schussfadens nicht durch das Gewebe sehen können. Bei mir ja. Inzwischen bin ich klüger, das Band war nicht eng genug zusammengezogen. Ihr seht es, das Band wird immer schmaler.

Mit dem ersten Muster habe ich eine Nachtschicht im Stehen eingelegt. Sehr unbequem. Also musste eine Lösung her:

Die Zutaten: ein rotes Kofferband, zwei Schrauben, vier Unterlegscheiben, zwei Drehknöpfe, zwei Schnürsenkel, zwei Karabinerhaken und eine Kettleiste. So konnte ich im Sitzen auf einem höhenverstellbaren Drehstuhl wesentlich bequemer arbeiten.

Damit ich die Arbeit beruhigt ablegen konnte, habe ich die gesicherten Karten und die Gelesestäbe dicht an das Gewebte geschoben.

So sehen die Lilien im Detail aus:
 

Damit ich nicht immer an die Fensterbank gekettet bleibe, habe ich mir einen inkle loom von Ashford beim flinkhandshop bestellt. Ich freue mich schon darauf.

Samstag, 23. Mai 2015

Die fabelhafte Welt der brettchengewebten Stola und Manipel zu St. Donat, Arlon

Heute habe ich spontan den Flachsmarkt an der Burg Linn in Krefeld besucht. Er dauert noch bis Montag. Ein Besuch lohnt sich!

Mein persönliches Highlight war der Stand 41 der Brettchenweber: von Birgit Höffmann und Otfried Staudigel. 
 
Sie wurden verstärkt von Claudia Wollny, Brettchenweben


die ein ganz neues Buch herausgegeben hat. Ich habe es mir angeschaut und auf die Wunschliste gesetzt:



Mittwoch, 13. Mai 2015

Mixgarn

Ich bewundere seit einiger Zeit die Garne einer Frau auf Ravelry. Das war meine Herausforderung und ich bin froh, dass es so gut geklappt hat.


Aus diesen "Resten" von 2 Kilo habe ich 16 gleiche Haufen je ca. 130 Gramm gebildet.


Zwei davon habe ich in beliebiger Reinfolge mit 1:9 auf meinem neuen Matchless von Schacht mit Spulenbremse gesponnen.


Conny hat diese mit 1:4 flügelgebremst gezwirnt.


Hier noch ungebadet:



Es wird wohl eine Strickjacke werden.
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