Samstag, 4. Juli 2015

Das doppelte Lottchen

Der Kreativvirus ist hochansteckend. Ich habe es geschafft, eine liebe Freundin aus meiner Spinngruppe für das Brettchenweben zu begeistern. Die Frage: womit soll ich weben? Hier ist die Antwort:







Jeder ist einen Meter lang, einen halben Meter hoch und fast so breit. Und sehr schwer. Die Zutaten: Rundstäbe, Holzbrett, altes Kinderbett, Holzdübel, Leim, Schrauben, Unterlegscheiben, Drehknopf, Speiseöl und Filzaufkleber. Ohne meinen GöGa hätten wir es nicht geschafft. Ganz lieben Dank dafür.

Ich hatte mir im September 2013 einen Brettchenwebrahmen ausgedacht und mit Hilfe meines lieben GöGas gebaut. Dessen Schwachpunkt ist die waagerechte Arbeitsebene. Das führt zu Rückenbeschwerden.

Im Mai 2015 habe ich mir einen Bausatz bemalt. Nur kam er mit 40 Brettchen an seine Grenzen. Ich würde ihn als Reiserahmen bezeichnen.

Frau hat ja mehr als eine Stricknadel. Daher fand ich eine Idee aus dem Netz mit dem Doppelseitigen Nutzen sehr reizvoll. Aus allen Bildern, die Tante Gockel so ausspuckt, habe ich mir die obige Version zusammenkonstruiert. So kann man eine Kette aufziehen, die man nur mit voller Konzentration weben kann, zum Beispiel Köper, und auf der anderen Seite eine einfache Schnurbindung. Für den Fall, dass es wieder so heiß ist wie heute ;-) und die Birne abschaltet.

Genau das haben wir heute gemacht:



Eine einfache Schnurbindung mit 18 Brettchen:



Für die Randkarten haben wir die Wirbel verwendet.

Kommentare:

  1. "Einfach" sieht das für mich gar nicht aus, aber mit dir als Lehrerin an der Seite Nacht es bestimmt Spaß, sich in ein neues textiles Hobby einzuarbeiten!!
    Mach's gut, Birgit

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    1. Da habe ich demnächst ein Gegenüber, mit dem ich dann noch über eine weitere Technik fachsimpeln kann. ;-)

      LG Ate

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  2. Das ist ja eine tolle Konstruktion! Ich bewundere immer sehr, wenn jemand sich so was ausdenkt und umsetzt. Ich selbst bin bekennende "nur Anwenderin"...

    Liebe Grüße,

    Anne

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    1. Dumm nur, wenn man sich nicht kaufen kann, was man haben will. Da hilft nur "selber".

      LG Ate

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  3. Klasse sind sie - deine Ideen und die Umsetzungen!
    LG Gwen

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  4. Deine "Eigenbauten" sind immer "der Hammer", so gut durchdacht und mit tollen Detaillösungen! Für mich bist Du zusammen mit Deinem Mann das ultimative "Spinn-Web-Ingenieur Dreamteam"!
    Aber das mit den Wirbeln für die Randkarten habe ich noch nicht so 100%ig kapiert, ob Du das bei Gelegenheit noch mal erklären kannst?

    Begeisterte Grüße
    Cornelia

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    1. Der Rand des Bandes sieht einfach besser aus, wenn die Randkarten immer nur in eine Richtung gedreht werden:
      http://creative-weaving.blogspot.de/2015/06/lowe-von-steinmaus.html

      Hier habe ich die Randkarten immer dann in die andere Richtung gedreht, wenn auch das Muster gewendet hat:
      http://creative-weaving.blogspot.de/2013/12/sternenband.html
      Sieht einfach nicht so gut aus.

      Wenn ich die Wirbel zwischen Anfang und Ende jedes Randbrettchens setze, kann ich die Randkarten für das gesamte Band in eine Richtung drehen und es sieht schön aus. Bei Schnurbindung wird der Musterteil zum Beispiel 4mal vor und 4mal zurück gedreht, das hebt sich auf. Wenn der Rand aber immer weiter gedreht wird, verkürzt sich die Kette der Randkarten mehr als die Musterkette. Im schlimmsten Fall ist der Musterbereich locker und der Rand stramm. Das geht nicht. Ohne Wirbel muss ich in regelmäßigen Abständen daher die Verdrillung der Randkarten auflösen durch Ändern der Drehrichtung oder die Stellung umkehren. Mit den Wirbel geht es so: Die Brettchen mit zwei Maschennadeln sichern, Kettspannung nachlassen, mit dem Fingern für jede Randkarte einzeln das Fach Klären bis zum Ende der Kette, also Verdrillung komplett wegschieben und Kettspannung wieder einstellen.

      LG Ate

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    2. DANKE! Jetzt ist auch bei mir der Groschen gefallen!

      GLG Cornelia

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  5. Noch nie gemacht, finde es aber toll, wie du dich damit auseinander setzt.
    LG Sheepy

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