Montag, 27. Januar 2014

Lieber mal ein bißchen Gas geben

Was tun, wenn es ewig dauert? Gas geben bis der Akku leer ist:

Nach den ersten Runden, die per Hand doch besser sind, einfach die Handkurbel entfernen, einen passenden Bit suchen, die Drehrichtung beachten und los gehts.
 
Die 400 Gramm Sockenwolle in drei oder vier Etappen kurbeln und wickeln. Sobald das Knäuel mal nicht hängt, sondern am Boden aufliegt, verschluckt der Stricker sich und man kann den Schlauch rauspulen und beenden. 

 




Gehäkelt diesmal mit Nadel 9,0 mm.

Sonntag, 19. Januar 2014

Sarah Anderson - Navajo Plying

Hier ein ganz tolles Video zum Thema Navajozwirnen (einen dreifädigen Zwirn aus einem Single direkt von der Spule) von Sarah Anderson, auf das ich aufmerksam gemacht wurde von wollenaturfarben. Das macht mir Mut, es doch noch einmal mit dieser Technik zu versuchen, die bisher nicht gut geklappt hat.


Samstag, 18. Januar 2014

Perlenkugel

Ein Geburtstag naht, was verschenke ich bloß?

Man benötigt Perlen in drei verschiedenen Größen. Ich habe Katzenaugen, Schliffperlen und Farfalle verwendet:

Gefädelt habe ich leider öfters, da der Faden beim Knoten gerissen ist. Nylbond, Nymo und normale Angelschnur haben versagt. Der letzte Versuch mit dieser Powerschnur hat geklappt: Sieht ein wenig wie Zahnseide aus.


Hier jetzt die Fädelanleitung:



Am besten klappt es mit je einer dünnen Nadel an der Angelschnur wie beim normalen Nähen. Aber vorher probieren, ob sie durch das Loch der kleinsten Perlen passt. Der Faden ist ca. 1 m lang. Die erste Perle sollte mittig sitzen.

Jetzt wird die Kugel geschlossen:


Damit der Rest gelingen kann, muss diese Grundkugel stabil verknotet werden. Beide Fadenenden schauen jetzt aus einer Kugel jeweils zum anderen Ende heraus. So lässt sich nicht knoten. Einer der Fäden wird durch eine und der andere durch zwei weitere Kugeln, die auf einer Ebene liegen, gefädelt. So treffen sie sich und man kann sie knoten. Das in allen drei Ebenen tun. Das ist das Grundprinzip: man betrachtet immer die 4 großen Kugeln, die in einer Ebene als Viereck liegen. 

Jetzt kommt die Verzierung:

Ob dieses Kreuz sich in der Mitte in einer mittleren oder kleinen Perle trifft, ist egal. Wichtig ist nur, dass  die Länge der Verzierung nicht zu wenige Perlen (Faden zu sehen) und nicht zu viele Perlen (Anhang schlabbert) hat. Schaut einfach, was Ihr an Perlen habt.


Meine Version sieht so aus:



Immer gut festziehen. Auf diese Weise bin ich einmal im Kreis gewandert.


Jetzt wieder mit den Fäden so wandern, dass man sie gut verknoten kann. Wenn man immer nur durch die größten Perlen von einem zum benachbarten Loch wechselt, ist hinterher nichts Störendes zu sehen. Nun sind die beiden noch freien Ebenen dran:



Nun ein paar Mal wandern und verknoten. Beide überstehenden Fäden zusammen durch die dicken Perlen ziehen und knapp abschneiden.



Die Abschlussarbeiten: Durch eine der großen Perlen habe ich einen Schmuckdraht gezogen. Mit Quetschperlen habe ich den Magnetverschluss befestigt. Man beachte, dass das Ende des Drahtes nicht am Hals kratzen kann, wenn man es in einer Perle versteckt. Insgesamt habe ich 6 Quetschperlen verwendet. Jeweils zwei direkt am Verschluss. 




Ich hoffe, es wird gefallen.

Freitag, 17. Januar 2014

Ganz schön schrill ...

... und unauffälliges PlingPling:



Meine Wintermäntel sind in Rotviolet und Grün. Dazu wieder mein weiches schwarzes Babyalpaka. Da die Kuschelfasern zu dünn waren in Relation zum Alpaka, habe ich jeweils 2 Konengarne dazugewickelt. Die Grundform ist ein Baktus. In der ersten, dritten und fünften Rippe im schwarzen Abschnitt wird eine Masche zu- bzw. abgenommen.

An den Enden sind die Dreiecke mit 5, 7, 7, 9, 9, 9, 9, ..... gearbeitet. Anleitung  hier.




In den farbigen Streifen habe ich jede Randmaschenschlaufe mit einer Perle versehen. Abwechselnd in matt und transparent. Und das geht so:

Am Ende der Reihe ganz normal den Faden vor die Arbeit legen und die letzte Masche abheben.

Das ist mein Werkzeug: Perlen Durchmesser 4,5 mm und ein Stück Schmuckdraht nyloncoated, das zur Hälfte gefaltet wird.

Der Draht wird in die Randmaschenschlaufe gefädelt.

Eine Perle wird über beide Drahtenden gefädelt, an die Randmasche rangeschoben, ...

die Randmaschenschlaufe von der Stricknadel gehoben und ...


die Perle vorsichtig bis zum Anschlag drübergeschoben. Der Draht wird entfernt.


Die Schlaufe wird wieder auf die Nadel genommen und wie üblich rechts abgestrickt zu Beginn der nächsten Reihe. Das war alles.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Pippilottas letzter Auftrag oder ...

... Drei sind einer zuviel. Ich habe fast 20 Wartemonate auf meine Anna geschafft, da kann es ja nicht mehr lange dauern, oder?! Mein GöGa möchte aber keine drei Spinnräder im Wohnzimmer stehen haben, warum nur?! Also hier Pippilottas letzter Auftrag: schaf-seide-bambus. Ich hatte neben den Rolags auch noch Batts übrig. Die wollte ich dünn ausspinnen und mit sich selber anstelle mit Konengarn verzwirnen.






Beim Verzwirnen hat sich gezeigt, dass ein Rest übrig blieb auf einer einzelnen Spule. Aber ich bin ja gut vorbereitet: Video.



Ich habe nur den Fehler gemacht, die Wolle auf die Hand zu wickeln, die dem Spinnrad am Nächsten ist. Anders wäre richtig gewesen. Hier vor dem Waschen:


Nach dem Trocknen gewickelt: 520 Gramm.






Mal sehn, was daraus wird. Nadel ca. 3,5 - 4 mm.

Ich mach´ Dir Beine ...

... besser mein GöGa macht mir Beine für meinen Brettchenwebstuhl.


Ihr könnt Euch erinnern, an jedem Ende hatte ich zwei Löcher gebohrt, falls ich den zusammengeklappten Webstuhl mal zusammenbinden wolle. Dadurch sind jetzt die Schrauben mit Flügelmuttern geführt. Darunter ein Brett mit Beinen auf Rollen. Zwei der vier Rollen haben einen Stopper.


Ich kann ihn jederzeit vom Untergestell wieder abschrauben und ihn im Wohnzimmer hinrollen, wo er nicht im Wege steht bzw. besser an ihm arbeiten als im Stehen auf dem Tisch.
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