Samstag, 29. Juni 2013

Der Drache spinnt

Ich bin noch ganz platt. Mit Frau Sonnenwetter saß ich bei Sonnenwetter in Kerken und wir haben gesponnen und ... abends gab es auch noch tolle Livemusik. Danke.

Getroffen habe ich nette Spinner. Zum einen die Frau, der ich den Hinweis auf meine Michi verdanke. Danke. 

Dann habe ich noch eine Michibegeisterte getroffen. lanaphilia
 




Ich habe wunderbare gefärbte Angorafasern erstanden bei: seidenhase.de

 Ich habe live erlebt, wie Schafe geschoren wurden:



Die anderen Schafe haben erstmals geschaut, wer das wohl ist, ganz nackig!


Ganz herzlichen Dank stellvertretend für die Umsorgung:





Also, wer morgen noch nichts vor hat: zum hilshof

Montag, 24. Juni 2013

Aus der Spielkiste wird die Spulenkiste


Die Aufgabenstellung lautet: wie händel ich die beiden Spulen für den Autowrap am Samstag, ohne dass mir die Spulen von Malottke noch einmal kaputtbrechen? Ich hatte nicht nachgedacht und meinen schweren Knäuelwickler auf die Tasche mit dem Spinnzeug "gepfeffert". 

Vor längerer Zeit hatte ich eine kleine Holzkiste leimen müssen, sie war irgendwie gesplittert. Nicht, dass Ihr denkt, bei uns geht nur alles kaputt. Dies soll eigentlich eher zeigen, dass man etwas reparieren und einem neuen Zweck zuführen kann. Müllvermeidung. Nachhaltig handeln. 

Also die kleine Kiste bekam vier Bohrungen und mit zwei alten Stricknadeln, Nr. 8,0 cm, hatte ich eine Lasykate, die sowohl für die kleinen sowie für die große Spule des Malottke geeignet war. Aber dann schaute ein Teil der Spule oben raus. Ich überlegte mir, die Löcher müssen tiefer gelegt werden. Lange Stricknadeln, die seitlich herausschauen, stören nur. Also habe ich die Stricknadeln abgesägt und gegen das Herausfallen INNEN kleine Löcher für Sichertheitsnadeln gebohrt. Das erwies sich als unpraktisch.


Also habe ich bei der großen Kiste, die übrigens auch schon auseinandergefallen war, die Rundholzstäbe von AUßEN mit Sicherheitsnadeln arrettiert. Da hier mehr Spulen laufen, sind die Stäbe dicker als die Stricknadel.


Beide Kisten habe ich mit Speiseöl getränkten Wattepads satt eingerieben. Das nicht eingezogene Öl kann man mit einem Tuch abwischen. Dumm nur, dass der geölte Boden nicht geschliffen war, die Watte bleibt teilweise hängen je nach Streichrichtung.

Zum Lagern zuhause kann ich die Kiste auch mit dem Boden nach oben verwenden, dann staubt nichts ein. 

Für den Transport der kleinen Kiste am Samstag habe ich von meiner MichiCase Bastelei noch eine dicke Lage Schaumgummi ausgeschnitten, die polstert alles nach oben ab.

Sonntag, 23. Juni 2013

Tornado in der Lagune

Ich brauche für "Der Drache spinnt" natürlich auch Spinnfutter. Ein neues Projekt muss her. Hier die Zutaten: helle BFL, Tussahseide, bunte australische und süddeutsche Merinowolle. So sieht es auf Rudi Raffzahn aus. Die Trommel wurde für 530 Gramm oft gefüllt. Wichtig: für jede Füllung von allen Materialien die gleiche Menge zurechtlegen.


Das Mischen klappt am besten, wenn man den Kammzug in ganz dünne Stränge längs teilt und leicht auf die große Trommel schlägt oder leicht andrückt, während die andere Hand weiterkurbelt. Alles, was auf der kleinen Walze landet, geht in den Müll, weil zu kurz.


Diesmal habe ich mit meinen neuen Rundholzstäben mit einem Durchmesser von 1 cm und einer Länge von je 50 cm aus den Batts von der Trommel direkt Rolags abgezogen. 


Hier kann man sehr gut die Verwandlung der Farben sehen: Ich habe mich noch nicht getraut, Batts ohne helle Wolle zu kurbeln. So sieht sie zarter, durchscheinender und luftiger aus.


Mitnehmen werde ich Boucle auf kleinen Spulen des Malottke gewickelt. Also Autowrap mit zwei Garnen, ein Minitornado ist geplant.





Der Drache spinnt

Also nicht nur ich, sondern ganz viele Spinner/innen werden am nächsten Wochenende in Kerken spinnen. www.hilshof.de Große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus. Eine dieser Vorbereitungen ist es, ein Dankeschön für meine Mitfahrgelegenheit  Frau Sonnenwetter zu gestalten. Und natürlich wünsche ich mir Sonnenwetter am nächsten Wochenende. Wir haben uns auf ravelry verabredet, Schilder zum Erkennen umzuhängen. So sieht meins aus:


So, jetzt schon mal Bilder zum Freuen für Frau Sonnenwetter: Das sind die Zutaten. 100 Gramm weiße Wensleydale, helle Tussahseide, bunte australische und süddeutsche Merino. Alles gleichmäßig aufgeteilt.


Jetzt kommen zwei Trommelbilder von Rudi Raffzahn: Die Wolle ist mit der angebauten Bürste sowie zusätzlich mit der Flickkarde schön eng auf den Metallnadeln zusammengedrängt.



So aufgeplustert sieht es aus, wenn das Batt geöffnet wird.


Jetzt folgen Battbilder mit und ohne Banderole:










Es sind gute 300 Gramm geworden. Bitte entschuldigt die Bildqualität. Auf dem Dachboden hatte ich Neonlicht. Ich bin gespannt, was daraus werden wird. Ich hoffe, es wird gefallen.

Freitag, 21. Juni 2013

Tornadovorbereitung

Mein Autowrap Artyarn brauchte einen Faden, der sich um den zu spinnenden Single wickelt.

In einem meiner Spinnbücher wird anstelle mit einem auch mit mehreren Fäden zugleich automatisch umwickelt. Das Garn wird dann "Tornado" genannt. Als Vorbereitung dazu habe ich auf die kleinen Spulen des Malottke wunderbare Bouclegarne bzw. Flauschgarn umgespult. Der GöGa meiner Freundin hat mir vor Urzeiten mal eine Halterung für einen Stickrahmen selber gebaut. Dieser diente jetzt dazu, den Faden nach oben von der Kone weg- und seitlich zur Spule hinzuführen. Meine Tochter hat getreten und ich habe den Wooly-Winder gespielt.


Die Garne habe ich heute von meinem Lieblingsshop auf ebay erhalten: schnaeppchen-garne. Es waren sogar noch Geschenke in meinen Lieblingsfarben dabei! Ich habe mich gefreut wie Bolle. Von hier aus nochmals herzlichen Dank!

Das hellrosa ist Flausch-, die anderen Bouclegarne.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, welche Farbe umwickelt wird und wie ich die Spulen am Besten zum Abrollen befestige. Mir schwebt eine gefaltete Pappe mit Stricknadeln vor. Also muss ich jetzt sehr stabile Pappe suchen gehen.

Sonntag, 16. Juni 2013

ArtYarnprobe


Zu meinem autowrap-mein-erstes-art-yarn hatte ich Verwendungsvorschläge erbeten. Hängengeblieben bin ich bei "twisted drop stitch". Diesen Begriff habe ich bei Youtube eingegeben. Nun finde ich das tolle Video nicht wieder. Ich werde es Euch beschreiben: Es werden ganz normal Maschen angeschlagen. 

Eine abzustrickende Masche geht so:
 1. Rechte Stricknadel in die erste Masche auf der linken Nadel einstechen, so dass sie gekreuzt sind und sich die Masche öffnen würde. Nadel stecken lassen.
2. Mit der rechten Hand den Faden nehmen und gegen den Uhrzeigersinn 2 mal um beide Nadeln schlingen am Kreuzungspunkt, dann weiter gegen den Uhrzeigersinn nur um die Nadel aus der rechten Hand, die nach links schaut schlingen.
3. Rechte Nadel mit dem Gewickel durch die Nadel auf der linken Hand durchziehen. Geschafft.

Man kann in Runden oder in Reihen stricken ohne Randmaschen.


Ein anderes Video zeigte, wie man einen ganz tollen Loop macht: Es wird ein ganz doll überdrehter Single gesponnen, der sich wie eine Feder zusammenzieht. Maschen werden auf einer kurzen Rundstricknadel angeschlagen und der Kreis geschlossen. Dann immer im Kreis die Maschen wie oben beschrieben. Durch das überdrehte Garn ist der Schal sehr dehnbar und zieht sich am Hals zusammen und wärmt dann trotz der vielen, großen Löcher doch. Die Maschen werden ganz locker abgekettet.





Da klar war, dass meine Wolle für einen Schal aus dieser Spinnprobe nicht ausreichen würde, habe ich die Wirkung weiterer Strickmuster ausprobiert. 





Mehr war aus dem kleinen Knäuel einfach nicht zu machen.





Neues Strickbuch

Ein Geschenk zum Thema Stricken mit verkürzten Reihen erweitert meine Bibliothek.




Mittwoch, 5. Juni 2013

Autowrap - mein erstes Art Yarn

Mein erstes Art Yarn und das mit Michi. Grundlage sind diese Rolags. Ich musste feststellen, dass die Rollen schön locker sein müssen, damit sich der Faden leicht aus dem Ende rausziehen läßt. 


Gesponnen habe ich mit 1: 2,6 und der größten Spinnöse. Autowrap übersetze ich mal frei mit "selbständigem Umwickeln". Als Wickelgarn habe ich 100 % Poli in Boucle genommen von der Kone. Den Faden habe ich von der Kone nach oben an die Zimmerdecke umgelenkt und wieder nach unten zu meiner Hand. (Konen lassen sich am besten nach oben abwickeln und nicht zur Seite hin. An der Zimmerdecke hängt ein Karabiner für meinen Schwingsessel.) 

Die Hand habe ich wie folgt gehalten:






Es sind 100 Gramm auf der großen Spule von Michi entstanden.



Beim Haspeln musste ich lernen, dass man nicht den kleinsten Durchmesser einstellen sollte, damit man den Strang ohne Probleme wieder runter bekommt wegen der seitlichen Begrenzungshölzer.



Nach dem Entspannungsbad sieht es so aus:





Was mache ich jetzt damit? Habt Ihr Vorschläge?

Spinnen - leicht gemacht

Endlich mal auf deutsch:



Rolags von der Trommelkarde

Ich hatte Euch von einem Video berichtet, in dem mit Hilfe von 2 Rundhölzern von einem Blendingbrett Rolags abgenommen worden sind. Das wollte ich auch unbedingt mal ausprobieren. Nur nicht vom Brett, sondern von der Trommel. Dazu habe ich die Zutaten zurechtgelegt: weiße BFL und bunte Merino verschiedener Herkunft.


Von den Kammzügen habe ich kurze Stücke abgerissen, ausgebreitet und langsam auf die beiden Walzen ziehen lassen.


Die Qualität des Kammzuges erkenne ich für mich daran, ob und wie viele kurze Fasern auf der kleinen Walze übrig bleiben und auf den Müll kommen. 


Als die große Walze voll war, habe ich mit der langen Metallnadel schrittweise das Batt geöffnet.


Dann habe ich verschiedene Werkzeuge ausprobiert, um die Rolags abzunehmen. Glatte, lange Stricknadeln hatten einen zu kleinen Durchmesser und das eine dicke Ende störte. Holzlatten vom Webstuhl waren auch nicht die richtige Wahl. Also beim nächsten Mal Rundholzstäbe.


Übung macht den Meister, sie sind noch nicht ganz gleichmäßig geworden.



Eine große Schwierigkeit hatte ich beim Abnehmen: die große Walze drehte sich immer mit, als ich versuchte, die Rolags abzuziehen. Entweder eine Dritte Hand oder ?

Rudi Raffzahn hat links zwei Werkzeuge. Die Metallnadel zum Öffnen des Batts und den Metallwinkel, um den Walzenabstand zu regulieren.



Ich habe einen Bleistift an die große Walze gehalten und die Kurbel gedreht. In den entstandenen Kreis habe ich Markierungen wie auf dem Zifferblatt einer Uhr angezeichnet. Dort hat mein GöGa im Durchmesser des abgewinkelten Metallwerkzeuges Löcher gebohrt. Dort kann ich dann beliebig den Winkel einstecken und die große Walze ist arettiert, egal in welche Richtung ich drehe.



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