Samstag, 27. April 2013

Haspel von KnittyBitty

Auf dem Malottke hatte ich die für mich schwierige Fasermischung 50 Wolle/ 50 Seide zu einem Single versponnen. Mit dem Jumboflyer ist sie mit sich selber verzwirnt. Sonst hatte ich ja eher mit einem Konengarn verzwirnt. Gehaspelt mit der Haspel von knittybitty.


Für mich ein Experiment. Ich werde die gleiche Fasermischung noch auf dem Michi von Schwarzenstein versuchen. Vielleicht führt dort ja der doppelfädige Antrieb zu einem anderen Fadenbild.



Noch ist das Garn ungewaschen.



Nachtrag vom 29.04.12:

Zweimal gewaschen sieht die Wolle so aus (sie ist noch ein bißchen feucht):


Mittwoch, 24. April 2013

Muschelseide - das wertvollste Garn der Welt

Ich bin heute über ein sehr spannendes Thema gestolpert und möchte es Euch nicht vorenthalten: Muschelseide. Goldige Fäden aus dem Bart von Muscheln, selten, wertvoll und seht selbst

Gestolpert bin ich bei tichiro .
 


Dienstag, 23. April 2013

Tragegriff für Michi

Reiserad heißt ja auch, dass das Rad von der Stelle bewegt wird. Daher fehlte mir noch der richtige Griff.


Es ist ein Möbelgriff aus dem Baumarkt. Dazu wird der senkrechte Holm durchbohrt. Da die Schraube mit 6 cm einen Hauch zu lang war, haben wir noch Scheiben untergelegt.





Sonntag, 21. April 2013

Lila Beutel für Michi

Von dieser Stelle ein herzliches Danke an Ulla, die mir so geduldig erklärt hat, wie die Farbe (Buchstaben und Krakeleien) auf das Foto kommt. Aus Stoffresten (in diesem lila Leopardenfell gibt es auch einen Rock!), Powertape und Schubladeneinlagefolie habe ich Beutel für die Spulen, die LasyKate und den Spinnabfall (Drecksack) gezaubert.







Zu den Maßen der Spule habe ich in Höhe und Umfang etwa 1 cm addiert. Kreise und Rechtecke werden mit passenden Schablonen, hier Untertassen, mit Kugelschreiber oder dünnem Folienstift auf die Schubladeneinlagefolie auf der glatten Seite aufgezeichnet. Ausschneiden mit einer einfachen Haushaltsschere. Schön eng, damit der Verschnitt nicht allzu groß wird.


Zuerst werden die Rechtecke an den Enden oben und unten fixiert mit Powertape. Dann von innen mit Tesa über die ganze Stoßkante und Überstand nach außen umschlagen. Jetzt von außen (Noppen immer nach außen!) nochmal Powertape über die ganze Stoßkante, Reste abschneiden.




Mit kleinen Streifen wird der Boden am Seitenstreifen fixiert von außen. Jetzt ist alles aus der Folie fertig. 

--oo0oo--

Es fehlt der Stoffbeutel. Dazu wiederum Kreis und Rechtecke aus Stoff schneiden. Aufgepasst, hier die Nahtzugabe, einen Lockerungsaufschlag und die Länge für den Deckel samt Bandeinschlag dazurechnen. Die Formen lassen sich gut auf der linken Stoffseite mit Schneiderkreide aufzeichnen. Die Kantenlänge des Rechtecks läßt sich so errechnen: Umfang gleich Durchmesser mal PI. Bei meinem Stoff habe ich den Vorteil, dass er nicht ausfranst und deshalb die Nahtzugaben nicht mit einem Zickzackstich versäubert werden müssen.


Beim Nähen des Stoffbeutels fangen wir mit dem Schnürsenkel/der Kordel an. Er/sie wird in die Falte des Rechteckes an der langen Seite eingelegt, damit das Durchziehen hinterher nicht so mühselig ist. Oben habe ich 3 cm umgeschlagen und festgesteckt.


Das Rechteck wird derart gefaltet, dass die schöne Seite innen liegt (rechts auf rechts), damit die seitliche Naht geschlossen werden kann. Dabei wird der Umschlag mit dem Schnürsenkel NICHT mitgenäht.


Die Stecknadel des Umschlages neben der seitlichen Naht wird entfernt. Es wird ein kleiner Umschlag festgesteckt und gesteppt. Dort wird später die Kordel heraustreten und es soll lange schön aussehen. Dann wieder zurück umschlagen und feststecken wie vorher.


Jetzt wird der Umschlag abgesteppt.


Alle drei Nähte auf einen Blick:


Dem Beutel fehlt jetzt nur noch der Boden. Das ist das Kniffeligste. Um die Naht gut unter die Nähmaschine legen zu können, sind hier Stecknadeln ungeeignet. Besser ist Heften. Die Bodenfläche wird als Unterstes unter das Nähmaschinenfüßchen gelegt. Beim langsamen Nähen immer die seitliche Beutelfläche sorgfältig aus dem Nähbereich ziehen, es werden sonst Falten eingenäht.


Dann nur noch umdrehen, Plastikbeutel hinein, auf den Schnürsenkel einen Kordelstopper ziehen und einen Abschlussknoten mit doppelter Schlinge befestigen. So wird der Knoten größer.

--o0o--

Bei dem "Drecksack", der seitlich an den senkrechten Holm des Spinnrades befestigt werden soll, muss als Erstes vor allem Nähen an das Rechteck am oberen Ende des "Bechers" ein breites Gummiband auf die schöne Stoffseite festgenäht werden.


Dann wird die Seitennaht BIS OBEN geschlossen und der Boden eingesetzt. Hier soll der Beutel nicht zugezogen werden. Ich wollte den oberen Umschlag mit der Maschine feststeppen, aber mir ist der Oberfaden mehrfach gerissen, auch als ich eine Ledernähnadel eingesetzt hatte. Eine andere Lösung musste her: die obere Kante habe ich mit doppelseitig klebenden Montageband belegt. Gut festdrücken.



Auf das dicke Gummiband habe ich Klettband aufgeklebt. Da es aber nicht gehalten hat, wurde es zusätzlich festgesteppt.

Nun hing der Drecksack doch etwas schlaff herunter. Was tun? Mit einer Sacknadel habe ich eine lila Kordel durchgezogen. Da sie an der innenliegenden Schubladeneinlegefolie im engen Loch "klebt", brauche ich zum Verstellen keinen Kordelstopper. Einfach noch ein Abschlussknoten. So kann ich die obere Öffnung gut regulieren.



Fazit: immer Stoffreste, Kordelstopper, Gummiband und dergleichen Schätze horten, sie werden vielleicht nach Jahren für einen kreativen Anfall benötigt.

Freitag, 19. April 2013

Ab ins Körbchen

Für mein neues Reisespinnrad Michi musste unbedingt ein Case her, sonst wäre es ja kein REISEspinnrad, oder? Die Suche nach einer geeigneten Tasche, die eine harte Schale hat, gestaltete sich schwierig. Die Trolleys haben fast ausschließlich ein innenliegendes Gestänge, das macht die Suche noch kniffeliger. Zusammengeklappt habe ich einen gedachten Quader von 27x37x57 ermittelt. Also ein Behältnis ca. 40 cm breit, 60 cm hoch und 30 cm tief, wenn es aufrecht steht.






Ausgangspunkt war ein alter, abgenutzter Werkzeugkoffer aus dem Keller mit passenden Maßen. 



Von innen hat er eine dünne graue Polsterung.


Nach ein paar Tagen des Überlegens ab in den Baumarkt. Das sind die Zutaten: ein Griff, fünf drehbare Rollen, Blindnieten mit neuer Zange, Unterlegscheiben und eine Rolle Schaumstoff.


Als erstes habe ich mit Edding die Löcher für die Rollen und den Griff zum Schieben der Kiste angezeichnet. 


Mein GöGa hat die Löcher gebohrt. Zum Vorschein kam eine dünne Holzschicht. Damit die Kiste trotz des Löcherns noch Stabilität hat, wollten wir bei den Blindnieten noch Unterlegscheiben einfügen. Wir mussten aber lernen, dass die Nieten besser halten, wenn vorher die alte graue Polsterung weggeschnitten wird.


Die Abbruchstelle der Nieten außen muss noch abgefeilt werden. Rollen und Griff sitzen jetzt fest. Da wir fünf Rollen genommen haben, steht die Kiste auch gut, wenn der Deckel aufgeklappt wird.






Von der Schaumstoffrolle habe ich einen 39 cm breiten Streifen mit einem Patchworklineal, Schneidematte und Teppichmesser abgeschnitten. Mit einer Länge von 60 cm habe ich Boden und Deckel der Kiste ausgefüllt. Der Schaumstoff hält im Koffer ohne Klebestreifen, da er jeweils 1 cm breiter zugeschnitten wurde als tatsächlich Platz in der Kiste ist. So ist er eingeklemmt.


Nun wird das zusammengeklappte Rad vorsichtig hinein gelegt.

Mit kleinen Schaumstoffteilen werden der Fuß, der "Kopf" und die seitlichen Trittauflagen abgepolstert.


Nun kann es auf die Reise gehen. Für die Lasykate und die Spulen sind schon gepolsterte Taschen in Arbeit. Dazu später mehr.

Mittwoch, 17. April 2013

Lila - der letzte Versuch

"Lila - der letzte Versuch." Ein Lieblingsspruch meiner Mama. Wer mich kennt, weiß, dass lila seit 30 Jahren meine Lieblingsfarbe ist. Da die Filztasche für das Zubehör auch in Richtung lila geht, passt jetzt auch die Hologrammfolie mit Herzchen auf der Spule dazu. 





Die Größe der Spulenscheibe einfach grob von der Folienrolle schneiden und gut andrücken. Dann mit der Folienseite nach unten auf eine Rollschneidermatte vom Patchworknähen aufdrücken und mit dem Teppichmesser eng abschneiden.

Der grüne Plastikhaken gehört eigentlich als Ersatz an ein Trockentuch, das den Aufhänger verloren hat. Hier hält er einfach den Drall im Faden. 

Das schwarze "H" auf der hinteren Innenseite der Spulenscheibe (mit Edding) zeigt mir, wie herum ich die Spule auf das Rad spannen muss. Für ein Probespinnen für Besucher hatte ich die Spule wechseln müssen. Ich wollte ja keine schwangeren Anfängerregenwürmer auf meiner schönen Spule haben. GRINS

Freitag, 12. April 2013

Adelige Herdentiere

Es wird ja immer wieder behauptet, Spinnräder seien Herdentiere. Und im Frühjahr gebe es Nachwuchs. So auch bei mir.

Gut verpackt kam der/das/die Michi zu mir. Es ist ein Reisespinnrad.


Nun stehen die Räder von Hans von Malottke und Gerhard von Schwarzenstein friedlich neben einander.


Mein zweites Rad sollte soweit möglich in allem anders sein als das Erste (sonst gibt es ja keinen Grund, ein zweites zu kaufen, oder? ;-)):

M: Standrad
S: Reiserad

M: einfädiger Antrieb
S: zweifädiger Antrieb mit Option auf einfädig

M: 4 Übersetzungen (4 bis 9)
S: 9 Übersetzungen (2,6 bis 22)

M: Vollholzdrechselarbeit, verschörkelt
S: funktionsbedingte moderne Materialien in sachlichem Äußeren

M: "Trecker"
S: "Porsche"

M: flügelgebremst
S: Spulenbremse optional

Die kleine Spule von Malottke hier im Vergleich zur großen Spule von Schwarzenstein. Zum Zwirnen werde ich aber weiterhin die große Spule von Malottke nehmen, da gehen fast 500 Gramm drauf.


Zum Üben habe ich südamerikanische Merino gewählt. Mir wird der Faden schon fast zu dünn. 


Da mein Neuling doch ein wenig komplizierter ist, ist die beigefügte Bedienungsanleitung sehr hilfreich. Damit sie länger überlebt, habe ich sie laminiert und mit Schlüsselringen gebunden. Ich habe sie mit den Zusatzteilen in eine Filztasche meiner Tochter von hinten an eine Schraube ans Rad gehängt.


Ich genieße den regen Kontakt mit und die schnelle Lieferung durch meinen Spinnradschöpfer.

Ich werde noch ein bißchen üben und dann mehr zeigen. Wer einen ausführlichen Bericht lesen möchte, ist bei lanaphilia richtig.

Jetzt noch ein Hinweis an die "fischerin aus Essen aus Petzis Spinnforum": Bitte melde Dich bei mir zum Guckenkommen. Kontaktdaten im Impressum.

Dienstag, 9. April 2013

Ausflug nach Bremerhaven

Schon seit meiner Kindheit fahren wir nach Bremerhaven. Sehr sehenswert sind das Deutsche Schiffahrtsmuseum, das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus. Alle drei sind nur einige Schritte von einander entfernt. Von dort sieht man auf ein Hotel, das ich immer "Kleindubai" nenne.



Dort gibt es bei lloyds-am-deich das leckerste Labskaus mit Blick auf Segelboote:



Nach dem Essen soll man Ruhen oder 1000 Schritte tun, sagte mein Opa immer. Also rauf auf den Deich. Man gelangt zur Schleuse mit Einfahrt zum Neuen Hafen.


Dort steht auch mein Lieblingsleuchturm: der Simon-Loschen-Turm von 1853. Er ist der älteste Festlandleuchturm an der Nordsee.


Hier gibt es besonders schöne Gullideckel. Zu sehen ist die Hansekogge.


Dann weiter vorbei Richtung Norden am Pingelturm zu den Hafenschleppern.








Im Trockendock liegt ein Marineschiff und davor fährt der Dampfeisbrecher Wal  wieder in den Hafen an seinen Liegeplatz. 


Weiter geht der Blick nach Norden auf die Containerverladekräne und die Offshoreschiffe.


An der Columbuskaje wird zur Zeit das neue Schiff der Meyer Werft aus Papenburg ausgerüstet. Das Schiff ist so groß für meine Knipskiste gewesen, dass ich es nicht komplett abgelichtet bekommen habe, daher immer nur Teilansichten.








Oben drauf befindet sich wohl ein Schwimmbad mit Rutschen.


Es werden noch ganz viele Kisten und Teppiche mit Kränen an Bord gehievt.








Da muss sich der Kranführer schon sehr konzentrieren.

Wenn alles im Schiff ausgebaut wird, fällt auch Müll an, der wiederum mit dem Kran zu dem am Kai wartenden Müllauto abgesenkt wird.





Zum Beladen gibt es aber auch kleine Luken.







Die Personen gehen über diese Schleuse an Bord.

 

Während der Arbeiten war wohl dieses Rettungsboot im Weg und wurde einfach am Kai zwischengelagert.


Die Fotos von dem tollen Kreuzfahrtschiff widme ich meiner lieben Strickliesel.
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