Mittwoch, 30. Oktober 2013

Wunschfotos vom Brettchenwebrahmen

Liebe Lenora aus Peekskill, hier die von Dir erbetenen Detailfotos vom Brettchenwebstuhl in Aktion:

In den Webstuhl habe ich als Hilfe zum Ketteschären Löcher gebohrt, in die ich Holzrundstäbe reinstecken kann:








Dies ist eine Kette nicht für das blau/weiße Lesezeichen, sondern ein Widderhorn. Die beiden Rundhölzer neben den Brettchen habe ich nicht in gebohrte Löcher, sondern in den Schlitz bei den Scharnieren gesteckt, wo beide Grundbretter an einander stoßen.

Jetzt kommen Fotos von der aktuellen Kette. Du wirst erkennen, dass dort ein angefangenes Herz zu sehen ist. Ich habe es ohne Zeichnung angefangen und mich leider beim Drehen der Brettchen vertan. Da ich noch blutiger Anfänger bin, habe ich es nicht geschafft, sie richtig zurückzudrehen, so dass ich lieber ganz von Neuem angefangen habe. 





















Hier dann auch noch gleich der Tip für Eurasierwolle: siehst Du links an der Kettwalze den Pappstreifen zwischen Außenwand und Sperriegel aus Rundhölzchen? Die Löcher für die kleinen Rundhölzer als Sperre müssen ganz eng an der Außenwand sitzen, da sonst beim Kettbäumen die Kettwalze von links nach rechts wandert aufgrund zu viel Spiels.



Kommentare:

  1. Hallo Beate,

    dein Brettchenwebrahmen gefällt mir sehr gut.
    So wie ich das verstanden habe, legst du zum Aufschären den Rahmen auf die Seite, knotest die Fäden für ein Brettchen auf der einen Seite fest und führst sie erst im Zick-Zack durch die Schärhilfe und dann durch die Brettchen.

    Jetzt hätte ich noch zwei Fragen dazu:
    1. Gehen die Fäden einzeln abwechselnd durch die Schärhilfe oder immer alle Fäden eines Brettchens?
    2. Wo hast du die nicht festgebundene Seite der Fäden, bis du sie festmachen und aufrollen kannst?

    Ich freue mich auf deine Antwort.

    Viele Grüße

    Gitti

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    1. Als erstes: ich lege den Webstuhl nicht auf die Seite.

      1. Die Holzstäbchen, die hinten das Fadenkreuz bilden, werden aus der Halterung entfernt und in Löcher im Boden des Webrahmens eingesteckt.
      2. Der Anbindestab des Kettbaums (hinten) wird einseitig vom Faden befreit und ebenfalls in ein Loch im Boden des Webrahmens eingesteckt.
      3. Alle vier Fäden, die für das eine Kärtchen sind, werden den Farben entsprechend genommen und zusammengeknotet.
      4. Sie werden 2 zu 2 über den Anbindestab gelegt am Knoten.
      5. Alle 4 zusammen werden durch das Fadenkreuz geführt.
      6. Das Brettchen wird nach Muster eingefädelt und zwischen zwei beliebigen Holzstäbchen, die in der Ritze im Scharnier in der Mitte des Rahmenbodens klemmen, abgelegt.
      7. Die 4 Fäden werden in der gewünschten Länge vom Knäuel/der Spule abgewickelt, abgeschnitten und abgelegt (Tisch/Fußboden ... in einer Linie).
      8. Das wird für alle Brettchen wiederholt. Die Fäden eines Brettchens gehen als Gruppe durch das Fadenkreuz.
      9. Die Brettchen mit 2 langen Sicherheitsnadeln sichern.
      10. Anbindestab wieder festbinden.
      11. Kreuzstäbe wieder einhängen. Darauf achten, dass die Kette nicht rausfällt.
      12. Kette unter gleichmäßiger Spannung mit Kettleisten/Papier ... wie bei einem großen Webstuhl aufbäumen. Dabei Brettchen vorsichtig nach vorne mitschieben.
      13. Kettfäden am Anbindestab des Warenbaumes (vorne) mit Knoten befestigen und Enden kurz abschneiden. Eine aufgeschnittene Klorolle über den Warenbaum über die Knoten legen.
      14. Die ersten Reihen zur Breiteneinstellung nicht mit Faden als Schuss, sondern mit Sockenstricknadeln weben. Sie lassen sich später zum Aufwickeln auf dem Warenbaum einfach rausziehen. Oder gleich kurze Holzspieße verwenden, die vorher glatt geschliffen wurden.

      Ich hoffe, das hat jetzt Klarheit gebracht.

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    2. Nach Durchlesen: erst Punkt 6 vor Punkt 3, wenn die Fäden noch auf dem Knäuel sind. Du kannst ja auch Fäden verwenden, die schon in passender Länge sind, dann in obiger Reinfolge.

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  2. Aha, jetzt wird das schon klarer. Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

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