Donnerstag, 10. Oktober 2013

Lesezeichen MSV

Ich war ganz froh, einen Block mit rautiertem Papier zu bekommen. Ich dachte, dies sei von den Proportionen das Richtige für die doppelseitigen Muster, wo ja jede Musterreihe auf dem Papier zwei Vierteldrehungen mit den Brettchen entspricht.

Leider hat sich mein Muster vom Papier auf das Band etwas verzerrt. Vielleicht sollte ich mit einem dünneren Schussfaden experimentieren.




Zum Halten der Mustervorlage habe ich mit einem Magneten bewaffnet einen Baumarkt aufgesucht und ein Blech gekauft. Das wurde von meinem GöGa so zersägt, dass ein Teil auf die linke und ein Teil auf die rechte Seite neben das Scharnier auf die Bodenplatte des Brettchenwebstuhles passt. Die scharfen Ränder habe ich mit Tesafilm beklebt (Einfassen wie Stoff mit Schrägband). Das Blech habe ich mit mehreren Bahnen Teppichklebeband auf der Bodenpaltte fixiert.


Damit die Papiervorlage auf dem Blech hält, habe ich mit der normalen Schere Streifen von einer Rolle Magnetband abgeschnitten. Die längeren Streifen sollen die zu fertigende Musterreihe markieren. Ich habe sie länger als die Bodenbreite gelassen, weil ich sie dann für das Musterverschieben besser zu fassen bekomme. Leider bleibt der Schussfaden auch daran hängen.

In diesem Fall habe ich jeweils 5 rosa mit 5 blauen Brettchen abwechseln lassen (siehe Schraffur). Die Randbrettchen sind weiß. Die roten Diagonalen im Bleistiftkästchen haben keinerlei Bedeutung, da ich abwechselnd S und Z geschärt habe. In der Spalte rechts neben dem Motiv habe ich vermerkt, in welche Richtung die Hintergrundfarbe gedreht wird. 


Die Randbrettchen sollen ja nur vorwärts gedreht werden. Dann würde sich aber hinter den Brettchen alles sehr verdrehen. Die Drehrichtung wollte ich auch nicht zwischendrin wechseln. Also habe ich die 4 Randbrettchen zwar durch die Kreuzstäbe geführt, aber nicht aufgebäumt. Die zu jedem Randbrettchen gehörenden Fäden wurden auf eine "beschwerte" Schraube gewickelt. Die "Schrauben" sind jeweils ca 120 Gramm schwer. Die Unterlegscheiben sind unten mit einer Mutter gesichert. So kann jedes Randbrettchen einzeln enttüdelt werden. 


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Auf den Fotos vielleicht nicht gut zu sehen: Ich habe teilweise ganz neues weißes Garn verwendet und teilweise aus den gut abgelagerten Vorräten, die dann leider alle waren. Obwohl eigentlich auch weiß, doch leider etwas vergilbtes weiß. Da ich auch nur hellblaue Baumwolle hatte, habe ich als dunkelblaues Garn türkisches Häkelgarn verwendet (100 % Poli). Ich bin gespannt auf den Langzeittest, da es doch glibschiger ist und in der Franse vielleicht nicht so beständig wie Baumwolle. Leider war der Bandanfang schmaler geworden als die Buchstaben am Ende: Fazit: doch alles nicht so einfach. Stricken kann ich besser.

1 Kommentar:

  1. Eine befreundete Weberin von mir ist ein Ass in dieser Tecxhnik und die verwendet einfache Karopapier und als Matrial in Kette und Schuss Bw16/2.
    LG Silke

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