Freitag, 13. September 2013

Brettchenwebrahmen selber machen

Mein neuer, selbsterdachter und mit Hilfe des GöGas gebauter Brettchenwebstuhl:

Der Eigenbau war nötig, da mein erster Versuch auf einem noname Webrahmen nicht befriedigend verlief. Der war irgendwie zu kurz und die Fäden verhedderten sich zu sehr.






Die Brettchen habe ich aus einfachen schlabbrigen Ringordnern selber ausgeschnitten und mit dem Locher gelocht. Wichtig ist die glatte Oberfläche. Auf die Kette habe ich ein Haargummi mit aufgefädelt, das kann man praktisch auf den Kartenstapel schieben in einer Pause. Jede Karte hat einen senkrechten Eddingstrich erhalten. So kann man schneller erkennen, falls eine Karte aus der Reihe tanzt.


Die Suche im Netz hat mich zu diesem Blog geführt, wo ich leider kein Wort lesen kann, aber die Bilder haben mich in meinen Überlegungen weitergeführt: yrmegard.net Ich wollte diesen aber nicht unverändert nachbauen, er ist dort ja in verschiedenen Versionen zu sehen. Ich wollte Anbindestäbe, Kreuzstäbe und eine Schärhilfe. Alles sollte stabil und günstig sein. Und gut zu transportieren. Ich habe ca. 25 Euro bezahlt. Leider ist er sehr schwer geworden.

Angefangen bei einem Buchenholzbrett 20 x 80 cm. Darauf habe ich die vier Seitenbretter aufgezeichnet.





Das untere Buchenholzbrett ist 1,20 m mal 20 cm. Es wurde in der Mitte zerteilt. An die äußersten Enden habe ich je zwei Löcher gebohrt, falls man es beim Transport zusammenbinden möchte. 

Abhängig davon, welche Maße der Rundhölzer Euer Baumarkt hat: die beiden Streichbäume und die Achsen des Waren- und Kettbaumes haben einen Durchmesser von 2,5 cm. Davon abhängig ist dann der Durchmesser des Stopperstabes, der durch dieses große Rundholz gebohrt und eingeleimt wird. Bei mir 0,8 cm. Die Hölzchen, die durch die Löcher gesteckt werden, sind ebenfalls 0,8 cm dick. Die Anbindestäbe sind 1,0 cm und die Kreuzstäbe 1,2 cm dick.





Die Kreuzstäbe sind dünn gebort, damit die Sicherheitsnadel sie sichern kann. 


Die Löcher durch die Streichbäume sind nicht beabsichtigt, ich habe beim Bohren nur die ganzen Hölzer vertauscht. GRUMMEL. 


Den rückwärtigen Anbinde- und die Kreuzstäbe kann man als Schärhilfe in die Löcher im Bodenbrett stecken. 

Damit man den doch sperrigen Brettchenwebrahmen besser transportieren kann, wird er geklappt.

Auf jeder Seite sind im Bodenbrett noch Bohrungen. Diese nehmen die Schraubzwingen auf, wenn ich es an der Tischplatte seitlich befestigen möchte. Links und rechts habe ich unter die Bodenplatte noch versetzt Filz runtergeklebt. Leider ist zusätzlich eine Gummimatte nötig, da das Scharnier in die Tischplatte drückt. Würde ich direkt neben das Scharnier Filz kleben, klappt er nicht ordentlich zusammen!

Hier noch das Scharnier:




Alle Bretter sind nach dem Schmirgeln mit Speiseöl eingerieben worden. Es durfte über Nacht einziehen, bevor ich ihn zusammengeschraubt habe. Die Löcher sind vorgebohrt worden. Die Schraubenköpfe versenkt.

Viel Spaß beim Nachbau. Hat noch jemand Verbesserungsvorschläge?

Kommentare:

  1. Einfach nur GENIAL!!!!!! Wieder ein Stück für meine Bastel-Liste - wann soll ich das nur alles abarbeiten...

    LG Cornelia

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    1. Leider ist mein Tag für alle Ideen auch zu kurz. Ich habe zu viele Ufos.

      LG Ate

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  2. Toll durchdacht, ich habe bisher nur mit einem Gürtel und der Türklinge gearbeitet...nict sehr befriedigend (-:
    <<<bin aauf dine ersten Bänder gespannt
    LG Gaby

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  3. Tolles Teil!
    Dann kann´s ja so richtig losgehen :-))
    LG
    maliz

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