Donnerstag, 15. November 2012

Neuer Fransensklave

Was ist das denn, werdet Ihr denken ;-)).



Den rechten Zöpfchendreher hatte ich schon. Er hat einen Fabrikatnamen. Der linke mit dem Pappkarton ist heute mit dem großen gelben Auto gekommen. Der Startpreis hat gereicht.

Seht Ihr den baulichen Unterschied? Jetzt kann ich Fransen für die Schals drehen, die nicht nur aus 2, sondern bis zu 4 Strähnchen bestehen.

Auf Wunsch hier die Ergänzung:
Man kann mit dem Finger von unten gegen den dunkellila Stab drücken. Daraufhin schiebt sich der silberfarbene Haken nach oben. Dort legt man die Strähne zwischen und lässt los. Der Haken verschwindet mit dem Faden in einer Vertiefung. Man muß ausprobieren, wie viele Fäden man benötigt, damit es unter der Drehbewegung nicht rausrutscht. Zum Drehen wird der Schiebeknopf (hellilla) nach oben geschoben. Beim Drehen nicht ganz stramm halten. Der gedrehte Faden wird kürzer. Zum Verzwirnen den Schiebehaken nach unten schieben. Dabei muss man die gerade in Arbeit befindene Franse mit Abstand zu anderen Fäden halten, sonst erhält man Fadensalat.



 Ich habe zum Halten der Franse ein Verlängerungskabel verwendet. Beide Strähnen sind eingehakt.

Nun den Schiebeschalter Richtung Franse schieben und die Fadenspannung nachlassen.

Jetzt den Schalter Richtung Hand schieben. Die gedrehten Strähnen werden in Gegenrichtung verzwirnt.

Die Fäden werden vorsichtig aus den Haken gezogen und die fertige Franse verknotet.


Bitte die Fransen ausreichend lang machen. Wenn der Schal mit Nadeln auf einer Linie fixiert ist, werden alle Fransen durch einen weiteren Knoten auf gleiche Länge verkürzt. Siehe shadow-weave-schal-schwarz-und-weiß.

Wer das einmal dekadent mit Srom in Plastikmanier gemacht hat, verzichtet gerne auf die edlere Holzhanddrehversion, oder?

Kommentare:

  1. Toll, dann werden wir jetzt bestimmt viele Fransen zu sehen bekommen. ;-)

    Ich frag mich gerade, wie die Einzelfäden fixiert werden an den Stiften. Magst du das mal zeigen?

    Liebe Grüsse
    Alpi
    die jetzt überlegt, ob sie sowas auch braucht

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  2. Was es alles gibt...

    Kannst du uns deinen Sklaven mal bei der Arbeit zeigen? So ganz erschließt sich mir die Funktionsweise nämlich nicht!

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  3. Für Fransen ist das ja toll!!!
    Aber IIIKKKKSSS für Haare ? Mit den Haken ??? *kopfschüttel*

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  4. Hallo,
    das ist ja ein raffiniertes Gerät. Das sieht viel einfacher aus als die Handdrehmethode. Danke fürs Zeigen.
    Schöne Grüße, Johanna

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  5. Ich staune immer wieder, was es so alles gibt in der Handarbeitswelt.;O)))
    LG Sheepy

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  6. So prinzipiell hab ich ja was gegen Sklavenhaltung - aber diesen hier fasse ich sofort ins Auge... Das Drehen per Hand funktioniert bei mir nämlich nur mit viel Spucke und ist echt lästig.
    Danke fürs Zeigen!

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  7. Dank deines Tipps bin ich auch im Besitz eines solchen kleinen Helferleins und bin sehr froh darüber - die Holzvariante darf nur bleiben für den Fall, dass ich mal keine Batterie zur Hand habe...

    Liebe Grüße,

    Anne

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  8. Oh, das Gerät kannte ich noch gar nicht. Vielen Dang für den Tipp. Ich muß gleich mal schauen, ob ich das irgendwo finde.

    LG
    Margit

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