Freitag, 27. Mai 2011

Neue Sitzkiste auf Rollen

Heute hat mich eine Fr.eundin besucht und mir geholfen, einen Traum zu bauen: Ein rollendes Sitzmöbel mit Stauraum und höher als der alte Stuhl. Kosten sollte es möglichst auch nur wenig. Wir waren bei Ikea und haben Rollenleisten besorgt. In der Fundgrube habe ich einen fast passenden Kissenbezug für 3 Euro bekommen. Als Holz haben wir alte Vollholzregalbretter genommen, die mein GöGa zurechtgesägt hat. Als erstes haben wir den Deckel von unten mit Leisten versehen, die ihn auf der Kiste festhalten sollen. Auf der einen Längsseite wurde ein Lederstreifen zwischen Regalbrett und Leiste miteingeleimt und -geschraubt.


Als nächstes wurden die Seitenbretter mit den Einhandhebelklemmen geleimt und geschraubt.


Darauf folgte der Boden und die Rollenleisten.


Das Holz habe ich von außen mit einem Lappen mit Speiseöl satt eingerieben. Nach einer Weile überschüssiges Öl mit Küchenkrepp entfernen. Der Unterschied ist gut zu sehen.


Nun hinein mit all den sonst im Weg liegenden Schätzen.


Die Kiste hat Außenmaße von 80 x 35 x 35 cm. So sieht sie ohne und mit Sitzkissen aus.



Mittwoch, 25. Mai 2011

Breithalter - neue Befestigung

Ich habe ein neues Muster ausprobiert, bei dem nebeneinander jeweils vier Kettfäden gehoben bzw. gesenkt werden. Das zog das Gewebe doch etwas zusammen.

Bei der Konstruktion mit der Gleitlade konnte ich den Gummibandbreithalter auf der Webebene befestigen. Das ging nach dem Zurückbau zur Standlade nicht mehr. Das Gewebe zog am Rand nach unten. Die Lösung anstelle von kostspieligen Breithaltern:




Sonntag, 22. Mai 2011

Die Spulenhülsen sind da

Frau Warsow von webgarne.de hat mich glücklich gemacht. Sie hat die Spulenhülsen in 15 cm Länge vorrätig. Bei den Boothandschützen von Schacht Spindle ist der Metalldorn wesentlich dicker als bei den Nordeuropäischen Handschützen. Aber es passt geradeso. Die Spule dreht sich nicht so leichtgängig, aber damit kann ich leben. Die bereits vorher erwähnten Plastikrandscheiben hat mein GöGa gebohrt und ich habe sie mit Heißklebepistole befestigt. Nicht ganz ebenmäßig, aber es werden noch welche folgen zum Üben.


Auf einer Seite mit Rechenkästchenpapier habe ich mit einem dicken schwarzen Filzstift ein Raster mit 16 Kästchen mit 1cm Kantenlänge je Reihe aufgemalt als Kopiervorlage. Dort habe ich mein Webmuster nicht mit Kreuzen (Kettfadenhebung) eingetragen, sondern die Nummer des Handhebels zum Heben.


Dieses Blatt habe ich zusammen mit Pappe in einer Klarsichthülle seitlich mit Magneten an meinem Webstuhlkopfbrett befestigt. Die rosa Wäscheklammer markiert die Reihe, die als nächste ausgehoben werden muss. Das Webmuster wird von unten nach oben abgearbeitet.



Das Muster von diesem Zettel zweimal sieht so aus:


Heute habe ich noch einen Tip ausgeführt: ein Sitzkissen auf den Stuhl, damit ich höher sitze. Ich hatte heute Nacht schon mit kostenspielerischen Lösungen bei ebay geliebäugelt: höhenverstellbare Klavierbank mit Rollen oder noch besser eine Kiste mit Klappdeckel auf Rollen (wegen des Stauraums).

Donnerstag, 19. Mai 2011

Es klappt, zweiter Teil

Leider war eben der Platz für den Post zu Ende. Daher jetzt: Der Boothandschütze geht mit dem Eigenbau der Spulenbegrenzung (Durchmesser 3 cm) geradeso unter den Kettfäden her, da er durch seine Formgebung die untere und obere unebene Aushebung des Webfaches durch die Schäfte ausgleicht, er schiebt die Fäden weg.

JUHUH!!!



So, jetzt brauche ich nur noch schöne Muster!!!

Nicht perfekt, aber es klappt!!!!

Ich habe die Kette aufgebäumt. Ich kämpfe immer mit dem Reedekamm, dass mir die Fäden, die ich abgezählt einfügen möchte, nicht dauernd irgendwo hängenbleiben. Die Lösung: Ich habe die Kette nach hinten geklappt und mit einer Häkelnadel eine Luftmaschenkette gehäkelt: 5 Kettfäden (Blatt 50/10), 2 Luftmaschen. Das werde ich beim nächsten Mal direkt beim Schären tun.


So sieht es aus, wenn alle Kettfäden gesichert sind (der Randfaden doppelt, also 6 Fäden in die Luftmasche):

Dann wird die Kette zum Webstuhl nach vorne über den Reedekamm gelegt und dieser geschlossen:






Als Trennung zwischen den Lagen habe ich diesmal eine Antirutschmatte aus Plastik für Schubladen genommen. Als sie zu Ende war, habe ich Holzlatten eingefügt.



Dann habe ich von vorne die Kette in die Litzen eingezogen. Leider sind meine Arme nicht länger. Damit ich die Kette mittig bekomme, habe ich mit einem Wollfaden und Bleistiftstrich am Reedekamm und an der Blattlade die mit dem Zollstock ermittelte Stelle markiert. Damit ich nicht durcheinander komme, habe ich eine farbige Wäscheklammer auf den jeweils nächsten einzuziehenden Schaft geklammert.



Die Kettfäden, die jeweils zu den Schäften von 1 bis 16 gehören, habe ich zusammengeknotet.


Danach werden die Kettfäden in das Webblatt eingezogen:




Mit einer dicken Kordel habe ich angewoben, um die Kettfäden gleichmäßig über die Breite zu verteilen (Leinenbindung).


Dienstag, 17. Mai 2011

Zweiter Webstuhlumbau

In der Zwischenzeit sind endlich meine zwei neuen Handschützen von der Firma Schacht Spindle aus Amerika angekommen von Traub. Sie sind ganz tolle Handschmeichler. Ich freue mich schon auf sie. Jetzt fehlen nur noch die 15 cm langen Pappspulen.






Als ich zum ersten Mal meinen Webstuhl umgebaut habe (von 8 auf 16 Schäfte und von Standlade zur Gleitlade) hatte ich nicht wirlich gewusst, was ich tue. Gleichgesinnte von Petzis Spinnforum haben mir gezeigt, dass das Fach sich unterschiedlich öffnet, wenn die gehobenen Schafthalter um die gleiche Strecke angehoben werden, aber unterschiedlich weit vom Gewebten entfernt sind. Das bedeutet: das Fach hebt sich nur dann gleichmäßig aus, wenn die weiter entfernten Schäfte mehr angehoben werden. Das war leider mit dem ersten Umbau nicht möglich.

Der Nachteil der Gleitlade war, dass die Blattlade nicht parallel zum Gewebten angeschlagen hat und die oberen Stangen beim Einführen des Handschützen ins Fach im Wege waren. Das seitliche Verschieben wollte ich beheben, indem ich an die Blattlade noch gebohrte Holzklötzchen anklebe, so dass es nur noch parallel schieben kann. Hhat aber nicht geklappt. Daher habe ich es ganz entfernt. Die Hebel 10 bis 16 heben jetzt weiter aus, da die Hebel länger sind. Hebel 9 kann so bleiben, da er wie 1 bis 8 Metalllitzen hebt. Die Texsolvlitzen leiern leider (bzw. die Aluleisten verbiegen am unteren Schaftrand).





Ich habe mir Einhandhebelzwingen von Powerfix besorgt: 15 x 8 cm (15 cm passt zwischen die Backen in der Höhe, 8 cm tief greift es rein) als Schärklammern. Sie halten bombensicher an der Tischplatte und verziehen unter dem Zug der Wolle nicht. Ich habe eine Probekette geschärt, um zu rüfen, wie die neuen Schäfte ausheben.



Ich freue mich schon, sie aufzubäumen und auszuprobieren, ob der Umbau sich gelohnt hat. Sollte alles gut sein, suche ich noch nach meinem Lieblingsmuster mit 16 Schäften und nicht zu langen Flottierungen, höchstens 4/5 Fäden.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Kleidung weben

Nun sind die Osterferien vorbei und vorher ist mein erstes Kleidungsstück fertig geworden. Es handelt sich um Leinenbindung auf einem Webrahmen (Kromski Harfe). Das Muster ergibt sich dadurch, dass die Farbfolge der Kette im Schuß wiederholt wurde. Damit es nicht ausbeult, habe ich das Stück mit Stoff unterfüttert. An den Schulternähten und dem vorderen Halsausschnitt habe ich Perlen und Pailletten aufgestickt.

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