Mittwoch, 7. Dezember 2011

Aus Schaden wird man klug

Aus Schaden wird man oder besser frau klug: Ich weiß nicht, ob ich oft genug darauf geachtet habe, den Treibriemen des Spinnrades locker hängen zu lassen, wenn ich nicht spinne. 
Mein Spinnrad ist spulengetrieben und flügelgebremst. Die Spule hat auf jeder Seite zwei Rillen, in die der Treibriemen eingelegt werden kann. Nun habe ich mein Spinnrad ja erst im September 2011 bekommen, bin also noch langsamer Anfänger. Beim Zwirnen ist es aber nicht so kompliziert, also wollte ich mal richtig Gas geben: kleinste Rille an der Spule, größter Umfang auf dem Schwungrad (5 Rillen).
Der Riemen rutschte durch. Ich habe ihn gemessen: 151 cm. Er ist grün, rauh und hat 3 mm Durchmesser. Meine Recherche hat ergeben, dass man die angeschmolzenen Ränder einfach aufeinander drückt und den Grat abschneidet. Bei meinem Spinnrad muss man am Rad "schmelzen", da der Riemen nicht komplett raus genommen werden kann. Sonst hätte ich die erforderliche Länge gemessen und ca. 4 % davon abgezogen für die Spannung.

Also haben wir das Bügeleisen angemacht (Dampf aus!!!). Mit der Schere den Riemen aufgeschnitten, ca 2 cm raus geschnitten und mein Mann hat die Enden ans Bügeleisen zum Schmelzen gedrückt. Als sie weich wurden, einfach die Enden doll aneinander gedrückt, langsam bis 10 zählen, fertig. Nur noch etwas beschneiden.

Der Grat ist kaum zu sehen.                                hier

Ich habe anschließend ca 100 Gramm gesponnen, alles hält. ;-))

Kommentare:

  1. Schön, dass es so einfach ging! So macht das Spinnen doch gleich viel mehr Spaß.

    GLG
    Petra

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  2. Ja - man (Frau) muss sich nur zu helfen wissen.
    Viel Spaß weiterhin mit Deinem Rad.
    LG Elke

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