Dienstag, 26. Mai 2015

Die Lilie von Arlon

Nach dem Besuch auf dem Flachsmarkt musste ich die Herausforderung annehmen und mich das erste Mal in Köpertechnik ausprobieren. Das Muster findet ihr hier.

Da mein selbstgebauter Webrahmen noch mit einer anderen Kette belegt ist, habe ich zwei Einhandhebelzwingen zu Hilfe genommen und am Tisch und an der Fensterbank befestigt.


Im Endloseinzug habe ich eine Kette für 25 Musterkarten und jeweils 4 als Rand, also 33 Karten geschärt. Dumm nur, dass ich das eine Knäuel nicht vorher kontrolliert hatte, dauernd war der Faden zuende und ich musste an der Zwinge anknoten. Am hinteren Ende der Kette habe ich etliche Knoten eingefügt, damit keine Fäden unter Zug verrutschen können. Nun habe ich die Karten in die richtige Stellung und Drehrichtung gebracht.


Damit nicht alles durcheinander fallen kann, habe ich zwei Eßstäbchen als Gelesestäbe eingefügt und mit Haargummis fixiert. Die Karten sind extra mit einer Maschennadel gesichert.


Alles zusammen wird langsam ans vordere Ende der Kette geschoben.

Das Schiffchen habe ich mit lila Baumwolle als Schussfaden umwickelt. Zum Anschlagen verwende ich ein flaches Gewicht von einem Streifenrolo. Die Vorlage lässt sich gut mit Magnetbändern auf einer Metallplatte befestigen. Zusätzlich habe ich jede gewebte Reihe auf einem Zettel noriert.

Zur besseren Orientierung trennte ich die Rand- von den Musterbrettchen. Den Rand (weiter weg von mir) drehte ich als Erstes. Im ersten Muster immer in eine Richtung und im zweiten Muster immer in die Gegenrichtung. So löst sich die Verdrehung wieder auf.

Zur Kontrolle, ob ich alles richtig gemacht hatte, habe ich die ersten Rapporte nicht mit Schussfaden, sondern mit Stricknadeln und Spießen gewebt. Und auch einen Fehler entdeckt. Kein Problem, einfach die Nadeln ziehen und alle Brettchen noch mal genau anschauen.

Vor und nach dem eigentlichen Muser habe ich die Reihen von 1 bis 4 noch dreimal zusätzlich gewebt. Irgendwie war ich skeptisch, da ich gelesen hatte, man würde die Farbe des Schussfadens nicht durch das Gewebe sehen können. Bei mir ja. Inzwischen bin ich klüger, das Band war nicht eng genug zusammengezogen. Ihr seht es, das Band wird immer schmaler.

Mit dem ersten Muster habe ich eine Nachtschicht im Stehen eingelegt. Sehr unbequem. Also musste eine Lösung her:

Die Zutaten: ein rotes Kofferband, zwei Schrauben, vier Unterlegscheiben, zwei Drehknöpfe, zwei Schnürsenkel, zwei Karabinerhaken und eine Kettleiste. So konnte ich im Sitzen auf einem höhenverstellbaren Drehstuhl wesentlich bequemer arbeiten.

Damit ich die Arbeit beruhigt ablegen konnte, habe ich die gesicherten Karten und die Gelesestäbe dicht an das Gewebte geschoben.

So sehen die Lilien im Detail aus:
 

Damit ich nicht immer an die Fensterbank gekettet bleibe, habe ich mir einen inkle loom von Ashford beim flinkhandshop bestellt. Ich freue mich schon darauf.

Samstag, 23. Mai 2015

Die fabelhafte Welt der brettchengewebten Stola und Manipel zu St. Donat, Arlon

Heute habe ich spontan den Flachsmarkt an der Burg Linn in Krefeld besucht. Er dauert noch bis Montag. Ein Besuch lohnt sich!

Mein persönliches Highlight war der Stand 41 der Brettchenweber: von Birgit Höffmann und Otfried Staudigel. 
 
Sie wurden verstärkt von Claudia Wollny, Brettchenweben


die ein ganz neues Buch herausgegeben hat. Ich habe es mir angeschaut und auf die Wunschliste gesetzt:



Mittwoch, 13. Mai 2015

Mixgarn

Ich bewundere seit einiger Zeit die Garne einer Frau auf Ravelry. Das war meine Herausforderung und ich bin froh, dass es so gut geklappt hat.


Aus diesen "Resten" von 2 Kilo habe ich 16 gleiche Haufen je ca. 130 Gramm gebildet.


Zwei davon habe ich in beliebiger Reinfolge mit 1:9 auf meinem neuen Matchless von Schacht mit Spulenbremse gesponnen.


Conny hat diese mit 1:4 flügelgebremst gezwirnt.


Hier noch ungebadet:



Es wird wohl eine Strickjacke werden.

Freitag, 17. April 2015

Heaven and Space

Dieser Schal von Martina Behm hat mich ziemlich lange beschäftigt. 


Schals stricke ich am liebsten aus:


Verwendet habe ich 300 Gramm. Die sechs Knäule habe ich zusammengeknotet. Damit die zu färbenden Abschnitte möglichst lang werden können, musste der Durchmesser des Wollstrangs so groß wie möglich sein. Dazu haben wir an das äußerste Ende der Haspel zusätzlich Löcher gebohrt:






Dann abschnittsweise zum Färben in den Topf:




Das Knäuel sieht dann so aus:





Mit Nadel 3,0 mm habe ich nach Anleitung angefangen.




Begeistert war ich von der sehr schlanken Dreiecksform nicht. Also habe ich das Muster in Form eines Baktus (Zunahme von einer Masche in jeder 4. Reihe) vom anderen Ende des Wollknäuels angefangen:



Ein "echter Baktus" würde sich weiter zusammenziehen, da ja kraus rechts gestrickt. Hier der Vergleich beider Dreiecksformen:



Das Muster an sich gefällt mir gut. Ist nur wegen des Maschenzählens nicht für einen Klönschnack geeignet.

So sieht der Schal (Baktusvariante) aus, wenn das Gestrick mehr auseinandergezogen ist:





Donnerstag, 19. Februar 2015

Gedenken

Nach 24 Jahren war ich endlich mal wieder dort und habe ganz viele Schätze gesehen.



Im stillen Gedenken auf dem Nordfriedhof.


Leuchturm bei Nacht

Hier nun noch eine Farbvariante:


Im Nachhinein würde ich die Blautöne für den Himmel und das Wasser tauschen. Leider hatte ich kein Hellgrau und Dunkelrot für den Leuchtturm.
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