Donnerstag, 13. November 2014

Rollercoaster Triangle

Aus der Färbung 2 sollte auch etwas werden. Auf der Suche nach einem Schal, der zuende ist, wenn die Wolle zuende ist, bin ich auf rollercoastertriangle gestoßen.






Also habe ich nochmals die 2. Färbung auf australischer Merinowolle gemacht. Nur hatte ich beim ersten Mal wohl auf das Dunkellila verzichtet und es nicht aufgeschrieben.




Den ersten Kammzug hatte ich der Länge nach halbiert und die beiden Single verzwirnt. Die Farben trafen gut aufeinander. So wollte ich es jetzt bei dem zweiten Kammzug auch halten.



Nur hat das nicht so geklappt wie geplant. Es wurde doch sehr bunt. Um eine Farbsymmetrie zu erreichen, ließ ich beim dritten Kammzug das Dunkellila wieder weg. Also teilte ich versuchweise den Kammzug der Länge nach und die eine Hälfte dann nochmals in vier möglichst gleiche Teile.


Als ich nach Aneitung strickte, gefiel mir die Neigung des Dreiecks nicht (im Bild oben). Daher habe ich den Schal aufgetrennt und dann in jeder dritten  Reihe abgenommen (im Bild unten).


Und so sieht er fertig aus:

Hier auseinandergezogen:

Und im Detail:



Fazit: ganz genau nach Plan läßt sich wohl der Kammzug weder teilen noch zwirnen. Es bleibt immer eine Überraschung.

Sonntag, 2. November 2014

Doppelzopf

Wenn der Kammzug selbst gefärbt ist, sollte er auch schön aussehen. Nach dem Trocknen und Auflockern flechte ich gerne einen Doppelzopf. Das habe ich mir nicht selber ausgedacht und hier schon auf meine Ideengeber verwiesen. Aber jetzt mit eigenen Bildern für Euch. 

Ich habe zwei kurze Einhandhebelzwingen an der Tischplatte befestigt, die ich auch zum Kette schären für das Weben so verwende:


Schritt 1:
Zu Beginn wird der Kammzug von unten Mitte, links, hoch, Mitte, unten, rechts, hoch, Mitte und unten gelegt.

Schritt 2:
Dann eine Schlaufe: links, hoch, Mitte, unten.

Schritt 3:
Die untenliegende Schlaufe wird an der linken Schraubzwinge über die obere Schlaufe gestülpt.

Schritt 4:
Dann den Kammzug nach rechts, hoch, Mitte und unten legen.

Schritt 5:
Jetzt wieder die untere Schlaufe auf der rechten Schraubzwinge über die obere Schlaufe stülpen.


Nun die Schritte 2 bis 5 so lange wiederholen, bis der Kammzug aufgebraucht ist.


Den Kammzug von den Zwingen abheben und das letzte kurze Endstück durch die letzten zwei Schlaufen ziehen.

Fertig:


Freitag, 31. Oktober 2014

Entrelac-Kreiseljacke- Zwischenstand

Mit dem Thema entrelac und Kreisform hatte ich mich schon im Mai 2013 und Juli 2014 beschäftigt.

Das Ziel war eine flache Kreisscheibe, bei der die Anzahl der Quadrate je Runde gleich bleibt. Mit der Zunahme von 1 Masche je Quadrat und Runde wurde das Strickstück gewölbt wie eine Mütze (Mai 2013).

Im Juli 2014 begann ich wiederum mit acht Elementen in der Runde. In der ersten Runde wurde ein Dreieck mit einer Kantenlänge von 3 Maschen aufgebaut. Darauf folgten Quadrate mit einer Kantenlänge von 4, 6, 8 Maschen. Daraus ergibt sich die zugrundeliegende Mathematik: die Maschen werden jeweils aus der Vorvorrunde verdoppelt: 3, 4, 6, 8, 12, 16, 24, 32, ... Das ist das ganze Geheimnis der Fläche.


Eingearbeitet habe ich Schlitze für die Armlöcher:


Da ich auf der Schulter nicht so viel Material im Kragen haben möchte, wird dort der Kreis abgeschnitten und nicht fortgesetzt.



Damit der Kreis rund wird, werden abschließend Dreiecke eingefügt:



Geplant ist, einen Kranz in der Runde anzufügen, etwa in 2 Maschen Rechts, 2 Maschen links. Mal sehn.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Färbung 1 auf Wolle/Seide

Die Färbung 1 hatte ich auf 100 % australischem Merino ausprobiert: Färbung 1 Merino. Zum Farbenmischen auf der Kardiermaschine verwende ich gerne Tussahseide/Wolle 50/50. Zu meiner Überraschung nimmt diese Wolle die Feuchtigkeit zum Ansäuern (Leitungswasser mit Zitronensäure) sehr ungern auf:

Mein normales Werkzeug, einen Kartoffelstampfer, musste ich erfolglos beiseitelegen. Beholfen habe ich mir mit einem Auskühlrost vom Muffinsbacken und einer Glasblumenvase zum Beschweren. Die Farben habe ich wild verteilt.





Sie wurden nicht überall und auch nicht so intensiv aufgenommen. Hier beim Spülen nach dem Färben und Vortrocknen in der Salatschleuder.


Die Fasern glänzen aber schön. Der geflochtene Kammzug sieht so aus:







Auf Michi gesponnen: Man sieht das pastellige auch wegen der vielen weiß gebliebenen Stellen im Kammzug.





Jetzt der direkte Vergleich auf 100% Merino (oben im Bild) und Tussahseide/Wolle 50/50:




Als Single gesponnen sieht der Vergleich so aus:



Zweifach gezwirnt im Vergleich: 

In der Mitte das kleine Knäuel: Vermählung-Färbung-1-mit-Drachenfeuer

Merino alleine:


Wolle/Seide alleine:


Fazit:
Merino lässt sich einfacher handhaben, da sie besser nass wird, weniger Farbpulver benötigt und die Farbe viel gleichmäßiger und zuverlässiger aufnimmt.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Hand Dyeing Yarn and Fleece von Gail Callahan

Mein Bücherschrank hat einen Neuzugang:

Das Buch ist 2010 in Spiralbindung erschienen.

Montag, 27. Oktober 2014

Entrelac-Schal aus Norwegen

Endlich ist er fertig:


Gearbeitet ist der Schal aus vier verschiedenen Singlegarnen mit Farbverlauf. Zwei davon Ton in Ton und zwei mit sehr unterschiedlichen Farben. Angegeben ist Nadelstärke 2,5 mm, ich habe mit 3,0 mm gestrickt.


Eigentlich wollte ich das stricken. Da ich unterwegs nicht immer über Internet verfügt habe auf den norwegischen Campingplätzen, habe ich einfach mal aus dem Gedächtnis angefangen. Nur hatte mein Dreieck eine Neigung, die niemals so werden würde, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Auch hatte ich kraus rechts gestrickt anstelle von glatt rechts, da ich beide Seiten gleich schön haben wollte. Kurz entschlossen wurde aus dem Dreieck ein Rechteck, da sich die Wolle schlecht ribbeln ließ.








Damit beide Seiten exakt gleich aussehen, muss mann die Diagonalen abwechselnd von links und rechts anfangen und die Maschen auch dem entsprechend zusammenstricken.

Umhäkelt habe ich den Schal in der Runde mit zwei Runden festen Maschen und eine Runde mit Stäbchen.
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