Donnerstag, 30. Oktober 2014

Färbung 1 auf Wolle/Seide

Die Färbung 1 hatte ich auf 100 % australischem Merino ausprobiert: Färbung 1 Merino. Zum Farbenmischen auf der Kardiermaschine verwende ich gerne Tussahseide/Wolle 50/50. Zu meiner Überraschung nimmt diese Wolle die Feuchtigkeit zum Ansäuern (Leitungswasser mit Zitronensäure) sehr ungern auf:

Mein normales Werkzeug, einen Kartoffelstampfer, musste ich erfolglos beiseitelegen. Beholfen habe ich mir mit einem Auskühlrost vom Muffinsbacken und einer Glasblumenvase zum Beschweren. Die Farben habe ich wild verteilt.





Sie wurden nicht überall und auch nicht so intensiv aufgenommen. Hier beim Spülen nach dem Färben und Vortrocknen in der Salatschleuder.


Die Fasern glänzen aber schön. Der geflochtene Kammzug sieht so aus:







Auf Michi gesponnen: Man sieht das pastellige auch wegen der vielen weiß gebliebenen Stellen im Kammzug.





Jetzt der direkte Vergleich auf 100% Merino (oben im Bild) und Tussahseide/Wolle 50/50:




Als Single gesponnen sieht der Vergleich so aus:



Zweifach gezwirnt im Vergleich: 

In der Mitte das kleine Knäuel: Vermählung-Färbung-1-mit-Drachenfeuer

Merino alleine:


Wolle/Seide alleine:


Fazit:
Merino lässt sich einfacher handhaben, da sie besser nass wird, weniger Farbpulver benötigt und die Farbe viel gleichmäßiger und zuverlässiger aufnimmt.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Hand Dyeing Yarn and Fleece von Gail Callahan

Mein Bücherschrank hat einen Neuzugang:

Das Buch ist 2010 in Spiralbindung erschienen.

Montag, 27. Oktober 2014

Entrelac-Schal aus Norwegen

Endlich ist er fertig:


Gearbeitet ist der Schal aus vier verschiedenen Singlegarnen mit Farbverlauf. Zwei davon Ton in Ton und zwei mit sehr unterschiedlichen Farben. Angegeben ist Nadelstärke 2,5 mm, ich habe mit 3,0 mm gestrickt.


Eigentlich wollte ich das stricken. Da ich unterwegs nicht immer über Internet verfügt habe auf den norwegischen Campingplätzen, habe ich einfach mal aus dem Gedächtnis angefangen. Nur hatte mein Dreieck eine Neigung, die niemals so werden würde, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Auch hatte ich kraus rechts gestrickt anstelle von glatt rechts, da ich beide Seiten gleich schön haben wollte. Kurz entschlossen wurde aus dem Dreieck ein Rechteck, da sich die Wolle schlecht ribbeln ließ.








Damit beide Seiten exakt gleich aussehen, muss mann die Diagonalen abwechselnd von links und rechts anfangen und die Maschen auch dem entsprechend zusammenstricken.

Umhäkelt habe ich den Schal in der Runde mit zwei Runden festen Maschen und eine Runde mit Stäbchen.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Zopfanker

Ich habe jetzt mal eine andere Flechtart des selbstgefärbten Kammzuges (Färbung 1 auf Merino) ausprobiert:


Sehr Ihr den Unterschied? Der Halbrund hat wie gewohnt als Grundlage eine einfache Luftmaschenkette:



Und der neue Versuch ist eine zweifache Luftmaschenkette nur mithilfe der Hände geflochten. Einmal links und einmal rechts:



Die neue Art gefällt mir auch sehr. Sie kann aber nicht so gut in eine Tasche gestopft werden, da nicht so flexibel.

Wer sich näher mit der Methode befassen möchte, sollte hier gucken: wollgewandt oder hier: fadenfreundin.



 

Montag, 22. September 2014

Färbung 3 auf Babyalpaka: Frühlingsfarben

Die Aufgabenstellung lautete "Frühlingsfarben".


Das ist das Ausgangsmaterial:





Zum Färben habe ich jeweils 50 Gramm zu einem Strang gehaspelt, der genau in meine Multipfanne passt:

Diese wurden wie gewohnt in Zitronensäurewasser eingelegt:



Ich wollte gelbgrün, vanille und orange erhalten. Also kann die Mitte ungefärbt bleiben. Beide Farben sollten eine Farbabstufung in Form der Beigabe von gelb bekommen:



So habe ich die dunklen Randfarben aus dem Becher gekippt und die gemischten Farben mit der Spritze verteilt.








Da ich erst jetzt die Hitze eingeschaltet hatte, haben sich die Farben mehr als gewollt in Richtung Mitte verteilt.




Man lernt daraus, dass die Farbe an Strängen viel besser vorbei kommt als an dicht gelegten Kammzügen!




Noch einmal in Spüliwasser baden und in der Salatschleuder drehen. Nach dem Trocknen sehen die Stränge so aus:

 


Samstag, 20. September 2014

Färbung 2

Die gleichen Farben wie bei Färbung 1, nur doppelt soviel Farbpulver, anders aufgetragen und gesponnen, ergibt ein ganz anderes Bild:

Der Kammzug ist genauso eingelegt: von links nach rechts und zurück. Die Farben diesmal aber in senkrechten Streifen.


Nach dem Trocknen gezupft und gezopft:









Der Kammzug dann möglichst genau der Länge nach halbiert:



Jeweils als dünner Single mit beiden schwarzen dicken Riemen 1:10 mit Michi gesponnen:

Mit Michi 1:10 mit dicken grünen Riemen hinten und dickem schwarzen Riemen vorne gezwirnt:




So bleibt der Farbverlauf besser erhalten mit zweifarbigen Übergängen: 100 Gramm Merino mit einer Lauflänge von 175 Metern.
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