Dienstag, 1. September 2015

Zebranospindel

Mich hats erwischt: ein neuer Werkelvirus. Meine erste Spindel vom Spindelstübchen. Heute bekommen und gleich ausprobiert: aus Zebranoholz, Länge 26 cm und ohne Wolle wiegt sie 28 Gramm. Gesponnen habe ich austral. Merino.






Dieses Video fand ich hilfreich:





Freitag, 21. August 2015

Rosentasche

Vor meiner Haustür wurde eine Stofftasche mit Rosenmuster geklaut. In einer Großstadt reicht da eine halbe Minute. Ich möchte die bestohlene Person mit einem "Ersatz" überraschen. Ich weiß leider nicht, wie das Original ausgesehen hat. Ich hatte Vorhänge mit Rosenmuster geschenkt bekommen. Ich sammle alle Nähzutaten wie Stoffe, Knöpfe, Schnallen, Karabiner, Reißverschlüsse, ... Also hatte ich Alles für eine spontane, kreative Näherei zuhause:


Fangen wir mit dem Körper der Tasche an. Ich benutze eine Schneidmatte, ein großes Patchworklineal und einen Rollschneider für den Zuschnitt der Teile. Es bietet sich an, den Stoff vor dem Zuschnitt zu waschen und zu bügeln. Ich habe für die obere Kante der Tasche eine Seite eines Rechtecks versäubert, mit 3 cm nach innen umgeschlagen, gesteckt, gebügelt und abgesteppt.




Nun einmal falten (rechts auf rechts), die zwei offenen Ränder (eine Seite und der Boden) abstecken und absteppen. Damit die Tasche mehr dreidimensional wird, werden die unteren Ecken Naht auf Naht gelegt. Da hilft ein Geodreieck.


Mit Schneiderkreide die Naht markieren, stecken, steppen, Rest abschneiden.

Die Nahtzugaben versäubern, die Nähte gut auseinander bügeln und als Kappnaht von rechts absteppen. Dabei auch die "abgeschnittenen Dreiecke" mitnähen in einem Rutsch. 






Nun kommt eine Innentasche für das Portemoneie. Ein Rechteck zuschneiden. Die zwei sich gegenüberliegenden kurzen Seiten versäubern und rechts auf den Reißverschluss stecken, absteppen. Die Naht wenden, ausbügeln und nebem dem Reißverschluss von rechts absteppen. Die Arbeit so drehen, dass rechts auf rechts liegt, Reißverschluss etwas geöffnet lassen, Seitennähte stecken, steppen und versäubern. 

Den Reißverschluss öffnen, die Tasche wenden, die Naht richtig ausziehen, bügeln, stecken und absteppen. So bleibt die Form erhalten auch nach einer Wäsche.


Für einen Schlüsselkarabiner einen Schlauch nähen. Der muss gewendet werden. Dafür am Ende der Naht den Faden lang lassen, abschneiden und Unter- Oberfaden miteinander verknoten. Durch den Schlauch das Gerät vom Bild durchführen und die Schlinge zurückholen.



Nun die Naht von rechts gut ausziehen, bügeln und mittig absteppen. Den Schlauch durch die Karabiner führen, falten, am Ende abschneiden, versäubern.

Beides wird von innen an die Oberkante der Tasche in Höhe der bereits vorhandenen Steppnaht mit mehrmaligem Drübernähen befestigt. Wer den Karabinerschlauch vor dem oberen Rand des Taschenkörpers fertig hat, kann ihn auch unter den Stoffumschlag legen beim Absteppen.




Für die kurzen Tragegriffe und den Schultergurt werden lange Rechtecke zugeschnitten, rechts auf rechts gesteckt, gesteppt und versäubert. Hier habe ich zum Wenden der Röhren ein stumpes Ende eines Eßstäbchens und eine "Aderklemme" benutzt. Man fängt am Ende mit dem Eßstäbchen an.





Mit der Klemme kann man sehr weit in den Schlauch hinein, der Stab ist immer noch drin, gegen den Stab gedrückt die Klemme öffnen, ein bißchen Stoff fassen und langsam rausziehen. Bei empfindlichem Stoff geht das natürlich nicht.

Wenn alle Röhren gewendet sind, die Naht gut ausziehen und derart legen zum Bügeln, dass die Naht auf dem Rand eines gedachten Drittels der Schlauchbreite liegt. Meine Lehrerin in der Schule, Schneidermeisterin, hat immer gesagt, gut gebügelt ist halb genäht:





Die Seite mit der Naht wird zur linken Seite erklärt. Von rechts auf beiden Seiten (Stoff zweilagig) je ein Drtittel absteppen. Das hat zur Folge, dass die Nahtzugabe mittig liegt (vierlagig) und wie eine Verstärkung wirkt. 

Da ist nicht weiß, wie lang der Schultergurt für die Beschenkte ideal ist, habe ich zum Längenverstellen den Gurt geteilt und auf dem kurzen Ende eine Schnalle mit Halteschlaufe gearbeitet.



Die Enden der Gurte werden versäubert und mehrmals auf der Linie des ersten Umschlages des Taschenkörpers festgenäht. Der Taschenkörper kann bei Bedarf mit einem Reißverschluss (als Letztes angenäht) geschlossen werden. Ich habe ihn zweifach mit etwas Abstand abgesteppt. Zum besseren Greifen des Reißverschlussendes habe ich eine kleine "Tasche"  angenäht, bei der alle Nahtzugaben nach innen geschlagen sind.


Fertig ist die Tasche, ich hoffe, sie wird gefallen.




Samstag, 15. August 2015

Die drei Musketiere

Drei unzertrennliche treue Freunde jeder mit seinen Stärken für einen gemeinsamen Zweck: die Michi  von Gerhard von Schwarzenstein, das Matchless von Schacht und der Country Spinner 2 von Ashford:





Michi ist die Mobilste und tritt sich am Leichtesten. Das Matchless macht den dünnsten Faden und Conny zwirnt am Besten.

Aufgetakelt

Meine Sitzkiste auf Rollen ist nicht nur gut für den Handhebelwebstuhl, sondern auch als Unterbau für das das doppelte Lottchen


Ich habe inzwischen die im Urlaub angefangenen Bänder mit Steinmausmotiven in schwarz/weiß vom Inkle Loom sowie das Leuchtturmband vom Koffergurtbandwebgerät auf den neuen Brettchenwebrahmen überführt. Hinten habe ich zwei Klemmen angeschraubt, um die Webbriefe zu verwahren:





Vom ersten Brettchenwebstuhl habe ich das Metallblech genommen. Das klemme ich mir zwischen den Webrahmen und die Sitzkiste. Darauf kann ich mit Magnetband den Webbrief befestigen.

Bei Nichtgebrauch stelle ich es senkrecht zwischen Kette und Rahmen:



Damit die nötigen Webutensilien gut verstaut werden können, habe ich vor dem ersten senkrechten Holm  einen Becher angeschraubt.


Man hat ja immer zu wenige Hände. Also hilft mir hier ein Holzklötzchen, das Webbrettchen festzuhalten beim Schären. 


Bei Nichtgebrauch wird es oben auf dem waagerechten Holm geparkt.



Der dickste Pott

In der Sommerpause hatte ich am 01.08. in Cuxhaven die Gelegenheit, den grössten Containerfrachter der Welt auf dem Weg nach Hamburg zur Taufe an mir vorbeifahren zu lassen:


Samstag, 25. Juli 2015

Leuchtturmband

Am Koffergurtbandwebgerät habe ich im Urlaub dieses Leuchtturmband nach eigenem Entwurf gearbeitet. 


Verwendet habe ich Baumwollhäkelgarn der Stärke 10 in 16 verschiedenen Farben für 43 Brettchen in Schnurbindung. Es ist ca. 4,3 cm breit. Der Rand umfasst jeweils 7 Pappkarten. Damit die Leuchttürme nicht so eng stehen, habe ich oft gewendet. Eigentlich wollte ich noch mehr Himmel haben, aber das hellblaue Garn war aus. Da half nur Umplanen.
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